P29

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P29 (oder Patrol Boat 29, ex. MSR Boltenhagen)

Ein im August 2007 absichtlich versenktes Wrack bei Malta im Mittelmeer. Ehemaliger DDR-Minensucher bei Cirkewwa.

Wrack: aufrechte Lage, Sandboden, nahezu kein Bewuchs, intakt aber entkernt

Tiefe max.: 37m
Tiefe min.: 19m

Inhaltsverzeichnis

Anfahrt

Von Malta aus Richtung Südost kommend die Straße(n) nach Gozo.

(Fähre) - Cirkewwa (Marfa Point) nehmen. Unmittelbar beim Zubringer Fähre linker Hand der Beschilderung "only divers" folgen und in Richtung Mole (Turm mit Wendeltreppe) fahren. Das Parken ist hier entlang der etwa 200m langen Strasse für Fahrzeuge zum Ausüben des Tauchsportes gestattet.

Es gibt 3 Einstiege, die ich von südlicher Richtung betrachtet mit 1 bis 3 nummerieren möchte. Es ist sinnvoll bis unmittelbar zum Turm vorzufahren, da hier die Straße einem Wendeplatz ähnelt und nicht nur hinreichend geballte Parkplätze bietet, sondern insofern ein recht ungestörtes großzügiges Be- und Entladen ermöglicht.

Einstiege

Der Einstieg "3" ist direkt am Turm gelegen. Man folgt einem breiten Durchbruch zwischen seeseitiger Mauer und dem mit einer Wendeltreppe versehenen Turm. Ein südlich gerichteter, betonierter Vorsprung ermöglicht ein sicheres Hineinspringen in das herrliche Blau des Mittelmeeres aus einer Höhe von etwa einem Meter. Seit kurzem ist ca. 15 Meter nebenan eine weiße Badeleiter montiert, die vorsichtigen / ungeübten Tauchern auch diese Einstiegsmöglichkeit bietet. Die ehemals hier verbaute kleine Landungsbrücke ist schon seit längerer Zeit zusammengebrochen, und deren Teile säumen nun den etwa 4m tiefen felsigen Meeresgrund.

An diesem Einstieg "3" hat der Taucher nun die Möglichkeit, sich für die Rozi (Schlepper) zu entscheiden (rechter Hand liegend, etwa 300° Kompasspeilung) oder sich der P29 zuzuwenden.

P29:

Vor dem Einstieg wird nun der Kompass auf 240° eingestellt. Das Wrack ist (saisonal bedingt?) nunmehr mit einer Mooring (fixe Abtauchleine mit großem Schwimmkörper auf etwa 5m und einer Oberflächenmarkierung mit mehreren kleineren, roten Bojen) gekennzeichnet. Diese ist direkt am Achterschiff, welches dem Ufer zugewandt ist, befestigt. Die Schiffsmittellinie liegt etwa 90° zum Ufer (Uferstraße).

Es ist ratsam, sich wegen der begrenzten Grundzeit, an der Oberfläche - bei ruhigem Wetter wohlgemerkt - der Mooring zu nähern. Dieses kann schnorchelnderweise oder aber auch rücklings mit Kraulbeinschlag erfolgen. Wählt man letztere Variante, den Molenturm einfach mit dem Kompass auf 60° einpeilen. Die Schwimmstrecke beträgt etwas über 100 Meter. Sollte eine raue See vorherrschen, so kann man durchaus auf vielleicht 10m abtauchen und eben der 240° Peilung folgen. Die Sicht ist überwiegend mit gut bis sehr gut einzuschätzen, sodass der feine Sandgrund an guten Tagen durchaus sichtbar bleibt und das stattliche Wrack sich als tiefer schwarzer Schatten alsbald bemerkbar macht.

Der Einstieg "2" ist ebenfalls, aber durch einen schmäleren Durchbruch der mächtig dicken und etwa 1,60m hohen Mauer, gekennzeichnet. Hier führt ein permanent durch den Tauchbetrieb glitschig gehaltener betonierter Weg zum Meer. Doch haben gestandene Taucher ein rostfreies Geländer montieren lassen. Rechter Hand bleibt ein aus dem Wasser ragendes Riffdach. Die Peilung zum Wrack beträgt in etwa nun 270° West.

Einstieg "3" wird eher selten Benutzt. Man muss noch ein lang gestrecktes Riff rechter Hand lassen, dessen höchste Erhebungen in Teilen aus dem Wasser ragen. Peilung etwa 310°.

Der Tauchgang

Idealer Weise taucht man nun an der fixen Leine ab und befindet sich augenblicklich direkt am Achterschiff - dem Hauptdeck. Folgt man der Schiffsmittellinie, so erreicht der Taucher bald eine große Öffnung im Deck, in der ich ehemals die Antriebsanlage befunden hat. Diese ist aus "umweltverträglichen" Gründen ausgebaut worden. Schade eigentlich!

Links

Usenet d.r.s.t
http://www.taucher.net/photos/photo5928/tauchfotos_Cirkewwa_Wrack_P29_Boltenhagen_Malta.html
http://www.projekt891.de/B_cont1415.html
http://seemann1978.beepworld.de/die-gransee.htm

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